Dr. Torsten Bettin - Praxisklinik für dentale Implantologie

Dr. Torsten Bettin - Praxisklinik für dentale Implantologie

Am Ratsbauhof 8
31134 Hildesheim
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und nach individueller Vereinbarung

Dr. Torsten Bettin - Implantatoberflächen

Implantatoberflächen

Die mikromorphologische Bearbeitung der Implantatoberfläche gilt als wichtiges Kriterium für eine sichere Knochen- und Weichgewebsanlagerung an das Implantat. Die Zusammensetzung, Rauhigkeit und Topographie der Implantatoberfläche spielen eine wichtige Rolle für die Primärstabilität (nach dem Setzen und in der Einheilphase) und Sekundärstabilität / Osseointegration (nach der Einheilphase). Für die Oberflächenstrukturierung des enossalen Implantatbereichs (der bereich des Implantates, der mit dem Knochen in Berührung kommt) stehen verschiedene Techniken zur Verfügung.
Additive Verfahren: Oberflächen Behandlung mit einem Titan-Plasma-Spray.
Subtraktive Verfahren: Durch Strahlen/Ätzen wird die Oberfläche aufgeraut.

Die so genannte SLA-Oberfläche (Sandblasting with Large grit followed by Acid etching) entsteht durch grobes Sandstrahlen. Das Ergebnis ist eine Makrorauheit der Titanoberfläche. Danach folgt für einige Minuten ein starkes Säurebad, um eine optimale Implantatoberfläche / Topographie zu erreichen, mit der die Knochenzellen sich verbinden können. Kurz nach ihrer Einführung wurde die makro- und mikrostrukturierte, osseokonduktive SLA®-Oberfläche zum Gold Standard.

Aktive Oberfläche Der Schweizer Implantathersteller Straumann bietet eine aktive Implantat- Oberflächentechnologie. Mit den neuesten, aktiven Oberflächentechnologien wurde das bewährte Konzept der SLA®-Oberfläche weiterentwickelt. Diese Oberflächenentwicklung verbessert die Implantatstabilität in der kritischen frühen Behandlungsphase und erhöht die Vorhersagbarkeit der Therapie. Diese so genannten aktiven Oberflächen eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten. Die aktive Oberfläche wurden zur Optimierung der frühen Implantatstabilität entwickelt und erhöht die Sicherheit in der kritischen Periode der Einheilung. Durch die molekulare Optimierung der Implantatoberfläche kann die durchschnittliche Einheilzeit verkürzt werden. Vorklinische und klinische Ergebnisse zeigen schon nach den ersten Wochen einen erhöhten Knochenkontakt und verbesserte Implantatstabilität im Vergleich zu Implantaten mit SLA® Oberfläche.

Konventionelle Titanoberflächen sind hydrophob und stoßen Flüssigkeiten ab. Eine aktive Implantatoberfläche zeichnet sich durch eine hohe Oberflächenaktivität aus und verfügt über ausgeprägte hydrophile Eigenschaften. Als Folge davon zieht diese Oberfläche rasch Blut und Proteine an und fördert damit potenziell den Prozess der Knochenbildung um das Implantat. Der frühe Knochen-Implantat-Kontakt rund um die ganze Oberfläche wird deutlich verstärkt und der Heilungsprozess sowie die Osseointegration beschleunigt.